

Thüringens Friedenslichtkind Clemens Riese gibt das Friedenslicht in der Aussendungsfeier am 23.12.2011 im Saal der Brüdergemeine Neudietendorf in Nesse-Apfelstädt weiter.
Pfadfinder aus Nesse-Apfelstädt verteilen das Licht in ganz Thüringen. Hier bei der Übergabe in Sömmerda.
Ein Kerzenlicht fährt mit der Feuerwehr am Saal der Herrenhuter Brüdergemeine vor. Schon das muss manchem am Morgen des 23. Dezember ungewöhnlich vorgekommen sein. Ein Junge steigt aus und hält in den Händen eine Laterne: Pfadfinder Clemens Riese, er ist das Friedenslicht-Kind und hat seit Tagen das besondere, in der Geburtsgrotte von Bethlehem entzündete Weihnachtssymbol bewahrt.
Über die alljährliche Staffette via Linz in Österreich hat das ORF-Friedenslicht wieder Thüringen erreicht. Aber erst jetzt geht die Verbreitung im Freistaat so richtig los. Der Elfjährige freut sich über den herzlichen, musikalisch-feierlichen Empfang durch den Posaunenchor Apfelstädt-Wandersleben schon vor dem Haus und dann natürlich über den Trubel im Kirchenraum selbst. Neben den Uniformen des einheimischen Stamms Drei Gleichen kann er viele andere ausmachen. Erneut sind Boten verschiedener Ecken Thüringens zur zentralen Aussendefeier gekommen. Im Moment blieb im kaum Zeit für die eigene Familie, die Clemens für seinen Auftritt gern nach Nesse-Apfelstädt begleitete.
Jetzt sollte noch alles nach minutiös geplanter Regie gelingen. Denn die Helfer müssen ab 11 Uhr pünktlich die Züge erreichen. Glockenschlag, Orgelklang – es geht los. Noch einmal sieht er die Filmszenen des Österreichischen Fernsehens zur ORF-Friedenslichtreise. Neu sind ihm die Videosequenzen von seiner eigenen Tour nach Linz in Begleitung von Pfadi-Zentrumsmitarbeiterin Franziska Horn, Gemeinderat Hendrik Knop und den Vertretern des Thüringer Initiativkreises. So aber sehen nun auch alle anderen wie es im ORF-Landesstudio zuging, als er „sein“ Double von Österreichs Friedenslichtkind Sarah Schinwald persönlich bekam. Davon waren offenbar auch die Promis beeindruckt. Denn: Es ist schon anders, die Atmosphäre um den recht modernen Weihnachtsbrauch um ein legendäres Licht so direkt zu erleben und dann an der Weitergabe beteiligt zu sein. Bürgermeister Christian Jakob spricht darüber. Kompliment aber auch an ihn und die gastgebende Landgemeinde. Erstmals nicht eine Stadt ist Thüringer Aktionspate, sondern die kleinere Gemeinschaft Nesse-Apfelstädt. Zurecht auch dank ihrer über viele Jahre damit verbundenen Pfadfinder. Erneut übernahm Landtagspräsidentin Birgit Diezel die Schirmherrschaft und kam selbst gern zur Feierstunde. Sie hat ihre eigene Sicht auf das Weihnachtsfest und was das Friedenslicht dafür bedeutet. Neu im Bunde ist Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt. Sicher mit Heimbonus; aber bewusst als Präses der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands angesprochen. Sie möchte der Sache offenbar auch in Zukunft helfen. Das kann das ORF-Friedenslicht in bundesweiter Dimension gedacht gut zur Verständigung mit dem Dachverband RDP/RdP der Pfadfinder brauchen, um möglichst auf einen einheitlichen Verbreitungstermin direkt vor dem Heiligabend zu schaffen. Beeindruckend war auch die Gemeinsamkeit von Vertretern verschiedener Kirchen mit den kurzen Gedanken von Christian Theile, Michael Göring und Gerd Schellhorn. Welche Veranstaltung bringt schon diese Gemeinschaft so zusammen?!
Und offenbar, so sehen es die Organisatoren, ist es auch ein Vorzug Nesse-Apfelstädts so viele musikalische Mitwirkende zudem kurz entschlossen zu gewinnen; mit dem Kirchenchor Neudietendorf-Ingersleben, Solosängerin Angelika Schnell, KMD Elke Eichhorn an der Orgel sowie dem Posauenchor. Weil die 22. Aktion ORF-Friedenslicht für Thüringen 2011 rundum gelungen ist, sollte man sich im neuen Jahr noch einmal sehr herzlich bedanken können.
Mancherorts leuchtete es über die ganze Zeit „zwischen den Jahren“. Weitere Helfer haben „Feuer gefangen“ bei der Mitwirkung. Die Lichterboten von einem Dutzend Pfadi-stämme, Jugendfeuerwehren und Kirchenkreisen trafen unterwegs erkennbar an mehr Bahnstationen auch wirklich interessierte Leute. Das macht nun einen Teil unserer Vorfreude auf den 23. Dezember 2012. Dankeschön!
Thomas Triemner, Initiativkreis ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen
Sebastian Neitzel und Clemens Riese auf dem Weg zur Friedenslicht-Aussendefeier nach Gera
Friedenslicht Kind Lukas Klleinwächter übergibtt im Geraer Rathaussaal das Licht an die Pfadfinder Clemens Riese und Udo Wich Heiter.
Eric Hoffmann und Jan Eric Sczesny von den Pfadfindern aus Nesse-Apfelstädt verteilen das Friedenslicht in Sondershausen.
Gera - Das 21. ORF-Friedenslicht aus Bethlehem hat pünktlich einen Tag vor den Heiligen Abend von Gera aus seinen Weg zu über 230 Bahnhöfen in Städten und Gemeinden des Freistaates Thüringen genommen.
Dorthin wird es von zirka 140 Lichterboten überbracht und kann von allen Interessierten abgeholt und weiter verteilt werden. Es soll zu den Weihnachtsfeiertagen in Kirchen, sozialen Einrichtungen, bei Vereinen und Verbänden, an Bahnhöfen oder bei Familien unter dem Weihnachtsbaum an die weihnachtliche Botschaft und an den Wunsch für Frieden und menschliches Miteinander über die Ländergrenzen erinnern. Im Rahmen einer Feststunde im Geraer Rathaussaal, zu der die Stadt Gera und der Initiativkreis "ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen" eingeladen hatten, übergab das Friedenslicht-Kind 2010 für Thüringen, der zwölfjährige Geraer Schüler Lukas Kleinwächter, feierlich das Licht an Landtagspräsidentin und Schirmherrin Birgit Diezel, Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm und die Friedenslicht-Boten des Landes. „Für Gera ist dieses Friedenslicht-Jahr ein besonderes Jahr. Geraer Bürgerinnen und Bürger waren genau vor 20 Jahren erstmals in Linz und holten das Licht nach Gera. Es waren die Journalisten und Rundfunkmacher Klaus-Dieter Kunick, Thomas Triemner und Angelika Lehmann. Sie transportierten den Gedanken des Lichts und damit den gemeinsamen Wunsch nach Frieden über Ländergrenzen“, würdigt Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm ihre Initiative. „Heute, 20 Jahre später, hat das Licht eine vielfach größere Leuchtkraft. Es ist bewegend zu wissen, wie viele sich für die Verbreitung des Lichts engagieren. Im Namen unserer Stadt danke ich Ihnen allen dafür, vor allem unseren Geraern, dem Friedenslicht-Kind, den Vereinen und Verbänden und Unternehmen, die es bis in entlegene Ecken Thüringens tragen.“ An der Feststunde nahmen viele Helfer und Interessenten, frühere Friedenslicht-Kinder, Vertreter von Kirchen, Vereinen und Verbänden und bisheriger Patenstädte aus ganz Thüringen teil. Der Geraer Gymnasiast Lukas Kleinwächter hatte das Friedenslicht am 20. und 21. Dezember aus dem ORF-Landesstudio Oberösterreich in seine Heimatstadt geholt. In Linz teilt er es sich traditionell zur Stafette mit dem Friedenslicht-Kind aus Österreich Stefan Ivatovic. Das hatte sich bereits zu Beginn des Advents auf eine Pilgerreise begeben und die Flamme über dem silbernen Stern in der Geburtsgrotte zu Bethlehem entzündet. In Gera wurde das Weihnachtslicht bis zur Feststunde am 23. Dezember bei der Geraer Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr Gera-Langenberg aufbewahrt. Gera ist in diesem Jahr Patenstadt für das 21. ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen und durfte deshalb auch das diesjährige Patenkind wählen. Lukas wurde nach einem Aufruf der Stadt zur Wahl des Friedenslicht-Kindes vom Verein Per Pedes Gera e.V., Verein für junge Stadtführer & Videoclub e.V., vorgeschlagen. Er ist junger Christ und kennt die Bedeutung des Friedenslichtes. Gemeinsam mit seiner Mutti holte er es jedes Jahr nach Hause. Ursprung für das ORF-Friedenslicht war 1986 eine Idee im ORF-Landesstudio. Das leuchtende Weihnachtssymbol wurde zunächst in Österreich als Dankeschön an alle verteilt, die mit ihrer Spende die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ und damit behinderte und notleidende junge Menschen unterstützten. Es war der Gedanke, im Rahmen von „Licht ins Dunkel“ in Bethlehem ein Licht zu entzünden und es den Menschen im Sinne des Weihnachtsfriedens weiterzugeben. Inzwischen hat sich das Friedenslicht weltweit zu einem neuen Weihnachtsbrauch entwickelt. Es hat die Herzen der Menschen erobert, die sich vom Frieden auf Erden rühren lassen. Am 23. Dezember 2010 nehmen die Thüringer genau zwanzig Jahre an der Friedenslichtaktion teil. Das Friedenslicht aus Bethlehem kann in Gera von allen Interessierten u.a. in der Leitstelle der Feuerwehr in der Berliner Straße, an mehreren Stellen im SHR Wald-Klinikum u.a. an der Rezeption, im Hofwiesenbad Gera, im Gera Tourismus e.V., Heinrichstraße 35, am Simmel Markt Gera, Reichsstr. 12, im Wohnheim der Lebenshilfe, Erich-Weihnert-Straße 36, Bieblach-Ost, beim „Österreicher“ am Markt, im Café „Royal“ auf der Sorge, im Café „Sternberger“ in Untermhaus und zur heutigen Weihnachtslesung im Theater abgeholt werden. Ein großes Dankeschön gilt in diesem Zusammenhang der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, die den Friedenlichtboten eine kostenlose Fahrt zur Überbringung des Friedenslichtes ermöglichen.
Deutschland Today, 23.12.2010
Das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem wird von vielen fleißigen Helferinnen und Helfern an fast jeden Bahnhof in Thüringen gebracht, wo Sie es sich abholen können. Aussendestadt ist in diesem Jahr Gera.
Ob für das Rathaus, den Einsatz im Gottesdienst, das Aufstellen in Krankenhäusern und Heimen oder einfach nur für Sie zu Hause, der neue Weihnachtsbrauch ist für jeden zu haben.
Wichtig: Bringen Sie eine Kerze in einer Laterne oder einem windsicheren Gefäß mit zum Bahnhof!
Die genauen Ankunftszeiten erfahren Sie hier
Am Nachmittag des 20. Dezember 2010 teilte sich Thüringens Friedenslichtkind Lukas Kleinwächter (l.) aus Gera im ORF-Landesstudio Linz mit Österreichs Friedenslichtkind Stefan Ivatovic das kurz vor dem 1. Advent in Bethlehem entzündete Weihnachtslicht.
Lukas kehrte nach zwei Mal 550 Kilometer Fahrt tags darauf mit der Thüringer Delegation in seine Heimatstadt zurück und übergab das Friedenslicht gleich zur Bewahrung an den Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Jürgen Günther und an Mitglieder der Jugendfeuerwehr Gera-Langenberg.
Zur Geras Gesandtschaft gehörten auch Mutti Heidi Kleinwächter und Geras Baudezernent Ramon Miller, sowie die Familie Uwe und Sybille Engel sowie Thomas Triemner vom "Initiativkreis ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen."
Lukas wurde von den Fernsehreportern nach der Feststunde noch um ein Interview gebeten und erklärte dabei seine Vorfreude auf die nunmehr 21. Aktion in Thüringen. Das Friedenslicht soll am 23. Dezember 2010 in einer etwa einstündigen Aussendefeier im Geraer Rathaus an Pfadfinder, Jugendfeuerwehren und Kirchgemeinden zur landesweiten Verbreitung u.a. an 231 Bahnstationen des Freistaates übergeben werden. Wir wünschen allen damit ein schönes Weihnachtsfest.
Pünktlich zum 3. Advent hat der Initiativkreis der Aktion ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen den Fahrplan für die Verteilung am 23. Dezember 2010 fertiggestellt. An 231 Bahnhöfen im ganzen Freistaat von A, wie Altenburg bis Z, wie Zschachenmühle kann die Flamme welche in der Geburtsgrotte von Jesu Christi in Bethlehem entzündet wurde und von hier auf der ganzen Welt weitergeben wird, abgeholt werden. Diesjähriger Aussendeort ist die Stadt Gera.
Ursprung für das ORF-Friedenslicht war 1986 eine Idee im ORF-Landesstudio. Das leuchtende Weihnachtssymbol wurde zunächst in Österreich als Dankeschön an alle verteilt, die mit ihrer Spende die ORF-Aktion "Licht ins Dunkel" und damit behinderte und notleidende junge Menschen unterstützten. Es war der Gedanke, im Rahmen von "Licht ins Dunkel" in Bethlehem ein Licht zu entzünden und es den Menschen im weihnachtlichen Frieden als Symbol der Verbundenheit zu geben.
Inzwischen hat sich das ORF-Friedenslicht weltweit zu einem neuen, stimmungsvollen Weihnachtsbrauch entwickelt hat. Es hat die Herzen der Menschen erobert, die sich vom Frieden auf Erden rühren lassen.
Am 23. Dezember 2010 runden sich zwanzig Jahre für die Teilnahme von Thüringern an der Friedenslichtaktion. Was einst seine Premiere in Gera hatte, soll mit der diesjährigen Aussendefeier in die Stadt der Initiatoren als Startort zurückkehren. So wird die gemeinsame Verbreitung des symbolträchtigen Lichtes am 23.12. ganz bewusst im Rathaussaal von Gera ihren Anfang nehmen.
Zum Thüringer Friedenslichtkind, welches die die Flamme von Linz nach Gera holt, wurde der zwölfjährige Geraer Gymnasiast Lukas Kleinwächter gewählt. Dieser wird das Licht dann an die rund 200 Helfer, bestehend aus Pfadfindern, Kirchengruppen und Jugendfeuerwehren weitergeben, die es mit Unterstützung der Thüringer Bahnunternehmen am 23.12.2010 in ganz Thüringen verteilen werden. Ob für das Rathaus, den Einsatz im Gottesdienst, das Aufstellen in Krankenhäusern und Heimen oder einfach nur für zu Hause, der neue Weihnachtsbrauch ist für jeden gedacht. Wer das Licht abholen möchte, sollte eine Kerze in einer Laterne oder einem windsicheren Gefäß mit zum Bahnhof bringen.
Hendrik Knop
In dieser Laterne ließ Lukas in den letzten Jahren schon das Friedenslicht leuchten, dass er sich auf dem Märchenmarkt und in der Untermhäuser Marienkirche holte.
Nun wird der Geraer als Thüringer Friedenslichtkind am 20. Dezember das Bethlehemer Licht in Linz empfangen und am 23. Dezember ab 9.30 Uhr im Rathaus an die Pfadfinder, Jugendfeuerwehren und weitere Helfer zur Verbreitung im Land weitergeben.
Der zwölfjährige Geraer Gymnasiast Lukas Kleinwächter strahlte am Montagabend als hätte er schon das Friedenslicht aus Bethlehem in seiner Laterne und es wäre Weihnachten. Denn gerade hatte er erfahren, dass er von einer Jury im Rathaus aus vier Bewerbern ausgewählt wurde für 2010 das Thüringer Friedenslichtkind zu sein und im oberösterreichischen Linz die Flamme aus dem heiligen Land mit Österreichs Friedenslichtkind Stefan Ivatovic zu teilen.
Er wusste bis zum Nikolaustag gar nicht, dass ihn jemand vorgeschlagen hatte. Um so größer die Freude bei ihm und seiner Mutti, die tagelang mit dem Geheimnis umgehen und warten musste, weil sie ja nicht wissen konnte, welche Mitbewerber es nach dem öffentlichen Aufruf gab. Das war jetzt der Hammer für Lukas und ein erfüllter Wunsch, den er seit Geras Feier zum 20. ORF-Friedenslicht am 23. Dezember 2009 in der Untermhäuser Marienkirche hegte. Da sah er im Video z.B. die Szene von der Entzündung in der Geburtsgrotte und spürte die erhebende Stimmung bei allen, die vor dem Altarraum das Licht abholten und erzählten, wie sie es als Symbol guter Nachbarschaftlichkeit weitergeben wollten.
Lukas ist gläubiger Christ wie seine Mutter. Er geht zum Konfirmationsunterricht und gehört zu einer Jungschar. Aber auch so kennt er sich mit Religion oder der Ausstattung in Geraer Kirchen bestens aus. Sein großes Hobby ist Geschichte. Damit kann er manchen regelrecht verblüffen. So hielt er vor seiner 7/3 des Goethe-Gymnasiums einmal auf Anhieb und ohne Hausaufgabenvorbereitung einen Vortrag zum Dreißigjährigen Krieg; sehr zur Verblüffung seiner Lehrerin. Naja, schließlich ist er seit der vierten Klasse Stadtführer. Eben der Verein für Junge Stadtführer PER PEDES Gera e.V. hatte ihn vorgeschlagen als Thüringer Bote für das Friedenslicht. Bei PER PEDES machte er schnell Lernfortschritte, weil dort das Wissen ihm wohl etwas zufliegt, leicht eingeht und er daran sehr viel Spaß hat. Die Gruppe um Horst Polter hat einen guten Ruf. Lukas wird inzwischen schon bei Führungen für Erwachsene eingesetzt. Die seien etwas aufmerksamer als Kinder, deutet er an. Aber andererseits sei es seine Sache, wie er die Mädchen und Jungen als seine Gäste mit Rätselfragen oder über eingeflochtene Sagen zu unterhalten versteht. Das reizt ihn. Er steht z.B. gern auf dem Turm des Rathauses und vermittelt Neugierigen bei diesem Ausblick einen Eindruck wie klein oder groß Gera in früherer Zeit war. Gerade mit Märchenmarkt zu Füßen ist das eine besonders schöne Sache.
Lukas wird sein Wissen in Linz gut brauchen können. Oft stehen gerade die Thüringer vor Mikrofonen und Kameras des ORF-Radios und -Fernsehens, um über die Aktionen in ihrer Heimat zu berichten. Gera war 1990 mit Berlin und Regensburg eine der ersten Städte, die das Friedenslicht direkt bei den Urhebern der jetzigen Tradition abholte. „20 Jahre ORF-Friedenslicht“ für Thüringen am 23. Dezember - das wird Lukas dieses Jahr reichlich Stoff an Geschichten bieten. Man darf annehmen, dass er den Stadtrundgang in der weihnachtlich geschmückten City von Linz genießen und sicher mit anderen Augen sehen wird, als nur mit dem Blick für den zugegeben stimmungsvoll verführerischen Christkindls Markt.
Dann muss er sich auf die rund 550 Kilometer lange Reise konzentrieren und darauf achten, dass dieses besondere Licht nicht verlöscht. Er weiß ja, dass mit dem Double des Originals nicht etwa per Streichholz gemogelt wird. Das hat er Mutti selbst erklärt, als er durchsetzen wollte, dass sein Licht aus Bethlehem über die Weihnachtsfeiertage leuchtend erhalten wird. Er hat es sich in den letzten Jahren auf dem Geraer Märchenmarkt und in der Untermhäuser Marienkirche abgeholt und sich mit dessen Geschichte beschäftigt. Allerdings war da auch jenes Malheur, als bei einem Kerzenwechsel reichlich verschütteter Wachs den Teppich des Wohnzimmers versengte. Das stellte den Weihnachtsfrieden der Familie doch auf die Probe, lächeln die Eltern heute darüber. Schließlich sind sie stolz, dass die Wahl auf Lukas fiel. Dank seiner guten Leistung in der Schule würde die Freistellung kein Problem, deutete der Direktor des Gymnasiums Dr. Joachim Hensel an und freute sich mit. Lukas könne überlegt reden, gelte als besonnen, wirke glaubwürdig und sei mit Sinn für Gerechtigkeitssinn an Diskussionen und Entscheidungen im Verein beteiligt, begründete PER PEDES-Chef Horst Polter seinen Vorschlag an die Stadtverwaltung. Lukas wiederum möchte sich gern damit revanchieren, dass der ihn auf seiner Friedenslichtreise begleiten solle. Das beschloss am Montagabend der „Familienrat“. Seine Eltern vertrauen darauf, dass Lukas selbstständig und umsichtig, und eben mit viel Begeisterung seine Aufgaben lösen wird.
Thomas Triemner
Am 23. Dezember 2010 runden sich zwanzig Jahre für die Teilnahme von Thüringern an der Aktion „ORF-Friedenslicht aus Bethlehem“. Was einst seine Premiere in Gera hatte, soll mit der diesjährigen Aussendefeier in die Stadt der Initiatoren als Startort zurückkehren. So wird die gemeinsame Verbreitung des symbolträchtigen Lichtes am 23.12. ganz bewusst im Rathaussaal von Gera ihren Anfang nehmen.
Der Initiativkreis lädt seine Helfer und Interessenten, möglichst auch frühere „Friedenslicht-Kinder“ und Vertreter bisheriger Patenstädte, gemeinsam mit der Stadtverwaltung Geras ab 9.30 Uhr zur Feststunde und Übernahme eines vom Original abgezweigten Flämmchens ein. Als Schirmherrin hat erneut Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Diezel ihre Hilfe zugesagt.
Etwa ab 11 Uhr werden vom Hauptbahnhof die Züge übers Land rollen, mit denen Pfadfinder und Jugendfeuerwehren, Vertreter von Kirchenkreisen und andere Partner das 21. Thüringer Friedenslicht an vermutlich wieder gut 200 Bahnhöfe des Freistaates fahren. Dafür liegen bereits die unterstützenden Zusagen der Deutschen Bahn, Erfurter Bahn, Südthüringenbahn oder auch der Oberweißbacher Bergbahn vor. Man darf gespannt sein, wieviel Freunde des ORF-Friedenslichtes direkt bei der landesweiten Feierstunde dabei sein wollen. Und welche Ideen sie haben, um das Symbol guter Nachbarschaftlichkeit und des Weihnachtsfriedens in die Städte und Dörfer hinein zu bringen.
Die Geraer wählen nun als diesjährige Paten bis Anfang Dezember auch das Mädchen oder den Jungen, welches als Thüringens Friedenslicht-Kind 2010 am Montag vor Heiligabend die Reise nach Linz antritt. Im dortigen ORF-Landesstudio Oberösterreich werden unsere Boten traditionell das Licht zur Stafette mit Österreichs Friedenslicht-Kind teilen; dass seinerseits zu Anfang des Advents auf einer Pilgerreise die Flamme über dem silbernen Stern in der Geburtsgrotte zu Bethlehem entzünden wird. Vorschläge zur Wahl des Friedenslicht-Kinds nimmt der Fachdienst Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung ab sofort entgegen. Gedacht ist an über Zwölfjährige, die sich zum Beispiel durch besonderen Einsatz für eine soziale Sache bzw. durch Hilfe für Nachbarn und Freunde oder sozial Benachteiligte hervorgehoben haben. Die Entscheidung soll dann eine Jury im Rathaus mit dem Initiativkreis treffen.
Als musikalische Gäste zur Feierstunde sagten sich schon der Geraer Posaunenchor und Streicher von der Musik- und Kunstschule Heinrich Schütz Gera an. Mit eingespielten Fotos und Videos werden am 23. Dezember sicher zusätzlich manche Erinnerungen aus zwanzig Jahren mit dem Friedenslicht geweckt. Wir wünschen uns zum Jubiläum eine gelungene Vorbereitung des Weihnachtsfests mit ehrlichen Gedanken an Nachbarn und Bekannte und zur Erhaltung des Friedens in der Welt.
Thomas Triemner
Mitinitiator des ORF-Friedenslichts für Gera bzw. dann Thüringen seit 1990
Für Gera ist dieses Friedenslicht-Jahr ein besonderes. Denn vor genau 20 Jahren waren Geraer erstmals in Linz und holten dieses Licht nach Gera. Die Aktion initiierten die Hörfunkjournalisten Angelika Lehmann, Klaus-Dieter Kunick und Thomas Triemner. Sie transportierten den Gedanken des Weihnachtslichtes und damit auch den gemeinsamen Wunsch nach Frieden über Ländergrenzen. Sie brachten Bewegung in die Beziehung zwischen Gera und Österreich, kurz nach der deutschen Einheit.
Heute hat das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem in ganz Thüringen eine vielfach größere Leuchtkraft. Schon mit der Veröffentlichung des Fahrplanentwurfes standen für 2010 über 220 Bahnhöfe als Stationen fest. Und in vielen Städten, besonders den vormaligen Patenstädten, geht ja dann die Verteilung erst so richtig los. Es ist bewegend zu wissen, wie viele sich für dessen Verbreitung engagieren. Im Namen unserer Stadt danke ich Ihnen allen dafür, vor allem unseren Geraern, dem diesjährigen Thüringer Friedenslicht-Kind, den beteiligten Pfadfinder-Gruppen, Jugendfeuerwehren, Vereinen, Verbänden und den Unternehmen, die es bis in entlegene Ecken Thüringens tragen.
Ich wünsche dem ORF-Friedenslicht 2010 viele Hände, die das Licht weiter geben und den Thüringer Wunsch für Frieden und Miteinander zu einer öffentlichen Bewegung machen.
Ihr
Dr. Norbert Vornehm,
Oberbürgermeister der Otto-Dix-Stadt Gera
Bei einem Bummel durch das 995 erstmals urkundlich erwähnte Gera - heute drittgrößte Stadt Thüringens - lässt sich viel Sehenswertes entdecken. Auf dem Markt etwa die Stadtapotheke mit reich verziertem Erker und das Renaissance-Rathaus mit prächtigem Hauptportal. Vom 57 Meter hohen Rathausturm blickt man über die Stadt mit ihren zahlreichen Bauten der Moderne und Jugendstilvillen. Auch der im Stadtwald gelegene Tierpark im Martinsgrund mit der Parkeisenbahn erweist sich immer wieder als Magnet. Er gehört ebenso zur „grünen Lunge“ Geras wie der Hofwiesenpark, der zum Bummeln, Spielen und Sporttreiben einlädt, und der wiedererstandene barocke Küchengarten.
In Gera wurde der Maler Otto Dix geboren. Leben und Werk eines der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts und Ehrenbürgers der Stadt werden in seinem Geburtshaus gewürdigt. Die städtische Kunstsammlung bewahrt rund 450 seiner Werke und ist damit eine der größten in öffentlicher Hand. Geras kulturelle Vielfalt widerspiegeln auch Thüringens einziges Fünf-Sparten-Theater und die an verschiedenen Orten etablierte Kunstszene, Kabarett und Kleinkunstbühnen, Orchester, internationale Theater- und Feuerwerksfestivals sowie die Höhler Biennale und die Offerten der vier Museen samt Botanischem Garten und historischen Höhlern, einem Labyrinth unter der Altstadt.
Als „kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“ ausgezeichnet, bietet Gera jedem Kind bis sieben Jahre einen Krippen- oder Kindergartenplatz. Die Otto-Dix-Stadt hat mit Beginn dieses Schuljahres 2009/2010 das umfassendste Programm der Sanierung ihrer Schulen gestartet. Mit Investitionen von insgesamt knapp 84 Millionen Euro werden für alle Kinder und Jugendlichen Geras gleich gute Lernbedingungen geschaffen.
Am 23. Dezember 2009 ging es für die meisten Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt in das Rathaus nach Erfurt. Denn hier fand die thüringenweite Aussendefeier für das Friedenslicht aus Bethlehem statt, welches traditionell von einer Flamme zur nächsten weitergegeben in der Weihnachtszeit weltweit weitergegeben wird.
Um das Licht von Erfurt aus weiter zu verteilen, halfen über 200 Helfer, meist Pfadfinder, ausgerüstet mit Laternen und Kerzen bei der Verteilung via Bahn. Die Pfadfinder des Stamm Drei Gleichen übernahmen dabei gleich 5 Zugstrecken in alle Himmelsrichtungen. Die Schirmherrschaft in diesem Jahr hatte der Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, Herr Andreas Bausewein.
Till Krieg übergibt das Friedenslicht an die WesleyScouts Eliane Klug (l.) und Anne Recknagel in der Pößnecker Jüdeweiner Kirche (Foto: OTZ)
In Greiz wurde das Friedenslicht durch Tobias Schack, Martin Reinhardt und Stefanie Weiß von der Pfadfinderschaft Freiheit übergeben. (Foto: OTZ)
Mit der Aussendefeier in der Pößnecker Jüdeweiner Kirche startete am 23. Dezember 2008 das ORF Friedenslicht aus Bethlehem durch ganz Thüringen.
Bis 22 Uhr waren insbesondere Pfadfindergruppen sowie Lichterboten der Jugendfeuerwehr, Kirchenkreisen und weiteren Helfern in ganz Thüringen unterwegs, um die "lichtgewordene" Friedensidee mit der Bahn zu verteilen.
Ob in Kaulsdorf(Saale) oder der Landeshauptstadt in Erfurt, ob mit einer kleinen Schar von Kirchenvertretern oder einem großen Aufgebot der Stadtverwaltung, überall gab es Menschen, die einen Tag vor Heiligabend die neue Friedenstradition an den Thüringer Bahnstationen in Empfang nahmen. Die vielen kleinen Geschichten am Rande, welche dabei diese Menschen mit der ganzen Welt über eine einzige Flamme verbindet, kann man kaum schildern.
Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle allen Helfern, welche mit dem Initiativkreis „ORF-Friedenslicht aus Bethlehem für Thüringen“ verbunden sind. Die Bahnen, welche Freifahrten inklusive einer offenen Flamme für fast 150 Personen ermöglichten, die Journalisten, welche in allen Medien auf die Bahnfahrzeiten und die Aktion aufmerksam gemacht haben, die Vertreter aus Kirche und Politik, welche auch einen tag vorweihnachten nicht davor scheuen das Licht weiterzugeben, die ganze Stadt Pößneck, welche sich in jeder Hinsicht bemüht hat, das Friedenslicht in diesem Jahr auszusenden und natürlich die Familien Engel und Triemner, welche seit 1989 hinter der Idee stehen und als Initiatoren die Aktion Friedenslicht für Thüringen ins Leben gerufen haben!
Einen kleinen Wehmutstropfen gab es leider im Südthüringer Raum sowie auf der Strecke zwischen Fröttstedt und Friedrichroda durch Zugausfälle sowie Fahrplanirritationen. Die Menschen hier können sich das Licht jedoch noch in den Nachbarstädten holen. Im nächsten Jahr ist das Friedenslicht hier natürlich wieder pünktlich.
Als Aussendestadt für das 20. Friedenslicht im Jahr 2009 hat sich nach einer Anfrage, welche durch einen Pfadfinder bei der Übergabe an den Bürgermeister übergeben wurde, spontan Erfurt mit Oberbürgermeister Bausewein bereit erklärt.
Friedenslichtweitergabe in Bad Langensalza durch eine Gruppe der Pfadfinderschaft Fritz Riebold
Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf übernahm Friedenslicht von Martin Blamberg aus Neudietendorf
Ein Lichtermeer überflutete am Sonntag, den 23ten Dezember 2007 den Freistaat Thüringen. Kerzen, Teelichter, Laternen, Lampions oder Petroleumlampen im vierstelligen Bereich dürften es gewesen sein, die den ganzen Tag von Hand zu Hand gingen. Ob in Rathäusern, Kirchen, an Bahnhöfen oder auf Plätzen, überall waren sie zu sehen. Ob Bürgermeister, Pfadfinder, Bahner, Feuerwehrmann, Pfarrer oder Obdachloser, alle hatten damit zu tun. Und alle verband etwas gemeinsam. Das ORF-Friedenslicht!
„Ein Funke, kaum zu seh'n, entfacht doch helle Flammen, und die im Dunkeln steh'n, die ruft der Schein zusammen. Wo Gottes große Liebe in einem Menschen brennt, da wird die Welt vom Licht erhellt, da bleibt nichts, was uns trennt.“ heißt es in einem christlichen Lied.
Dieser Funke ist es, der mit Hilfe der Flamme des Friedenslichtes des Österreichischen Rundfunks „Licht ins Dunkel“ bringt. Menschen, die sich sonst nicht einmal kennen, geben eine Flamme von Hand zu Hand weiter, von Mensch zu Mensch, um sich dann gemeinsam daran zu Weihnachten erfreuen zu können. Und das nicht nur im ORF-Landesstudio in Linz, wo das österreichische Friedenslichtkind Elisabeth Nemec die Flamme, welche sie zuvor in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündet hatte, an Feuerwehren, Pfadfinder und zahlreiche Vertreter aus Politik und Kirche weitergegeben hatte, nicht nur beim Papst, nicht nur in Eisenach, wo das Thüringer Friedenslichtkind Fabian Radtke das Licht weitergab, was er zuvor in Linz von Elisabeth „abgezweigt“ hatte, nicht nur in Moskau oder New York, sondern eben auch in Orten wie Vieselbach, Grimmenthal oder Georgenthal. Ein Verdienst, der den vielen Helfern geschuldet ist, welche es mit dem größtmöglichen Einsatz geschafft haben, ein Licht, das ORF Friedenslicht an über 310 Bahnhöfen flächendeckend in ganz Thüringen weiterzugeben, um damit eben mit vielen Menschen, Friede, Freude und Hoffnung zu teilen. Ein Verdienst von kleinen und großen Feuerwehrmännern und Frauen, allen Bahngesellschaften des Freistaates, welche den über 100 Helfern freie Fahrt ermöglichten, den Hauptinitiatoren des Thüringer Friedenslichtes Thomas Triemner und Uwe-Sören Engel und nicht zuletzt allen Thüringer Pfadfinderinnen und Pfadfindern, welche zusammen mit ihren Schwestern und Brüdern in diesem Jahr ihr einhundert jähriges Bestehen feiern. Die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. mit Sitz in Neudietendorf war allein mit 6 Touren an der Aussendung beteiligt.
Ein Verdienst der sich bereits dann gelohnt hat, wenn auch nur ein einziges Augenpaar leuchtet und der Funke der Menschlichkeit übergesprungen ist, egal ob auf dem Ground Zero in New York, in der Dorfkirche in Gamstädt oder auf dem Bahnhof in Mühlhausen.
Sebastian Neitzel bei der Übergabe des Friedenslichtes in Neudietendorf an Rita Wulf für den Bioladen „Die Rübe“ und „Tonzeugs“ am 23.12.2006, nachdem er die Flamme mit seiner Gruppe in Thüringen via Bahn verteilt hatte
Zum zwanzigsten Mal wurde im Dezember 2006 das Friedenslicht aus Bethlehem verteilt. Die Idee des Österreichischen Rundfunks bei der eine Flamme in Jesus Geburtsgrotte entzündet und von Hand zu Hand weitergereicht wird, hat sich mittlerweile soweit entwickelt, daß das Licht 28 Länder Europas sowie die USA erreichte. Seit 1993 sind die Neudietendorfer Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit an der Verteilung beteiligt.
Am Samstag, dem 23. Dezember 2006 waren drei Gruppen des BdP e.V. – Stamm Drei Gleichen zusammen mit rund 100 Scouts und Helfern aus ganz Thüringen unterwegs um das Friedenslicht auf den Strecken der Bahnen des Freistaates zu verteilen. Ausgehend von Ilmenau übernahmen sie es hier von den Friedenslichtkindern Christina Völker und Max Gottschall. Diese hatten das Licht zuvor im Studio des ORF in Linz zusammen mit dem Initiativkreis ORF-Friedenslicht für Thüringen, darunter auch die Pfadfinder Gorden Frank und Hendrik Knop aus Neudietendorf abgeholt. Bei der Aussendefeier war auch die Landtagspräsidentin Prof. Dr. Dagmar Schipanski anwesend.
2007 wird Neudietendorf der Aussendeort für die Thüringenweite Verteilung des Friedenslichtes sein. Pate des Lichtes werden die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Freistaates sein, die in diesem Jahr ihr 100 jähriges Bestehen feiern.
Sebastian Neitzel (ganz rechts) mit Pfadfindern aus ganz Thüringen auf der Aussendefeier des Friedenslichtes in Nordhausen
Sophia Praetorius übergibt das Friedenslicht
Kurz nach 17 Uhr am Heiligabend zündete Sebastian Neitzel (15 Jahre) zum zweiten Mal die Kerzen in der Kirche "St Maria" in Ingersleben mit dem Friedenslicht an. Es war, wie seit 1996 praktiziert, der zweite Gottesdienst am Tag in dem kleinen Örtchen, nicht weit von Erfurt, womit Ingersleben zusammen mit Apfelstädt, Kornhochheim und Neudietendorf zu den Thüringer Gemeinden gehört, die neben Gera das Licht, welches nunmehr zum 19. mal im Auftrag des Österreichischen Rundfunk in der Geburtsgrotte Jesu Christis in Bethlehem entzündet wurde, in Empfang nehmen.
Auch Tags zuvor, am 23. Dezember, war Sebastian von kurz nach 6 Uhr bis zum Abend gegen 19 Uhr mit dem Friedenslicht beschäftigt. Zusammen mit über 70 Pfadfindern und Helfern aus ganz Thüringen machte er sich auf, um in Nordhausen, der diesjährigen Aussendestadt des Freistaates, das Friedenslicht von Sophia Praetorius zu übernehmen. Sophia war es, die zuvor mit ihrem Vater die Herausforderung auf sich nahm und zusammen mit den Geraern Uwe-Sören Engel (der "Seele" des Thüringer Friedenslichtes) und Thomas Triemner (dieser entdeckte das Licht für Thüringen) die Flamme im Landesstudio des ORF in Linz übernahmen. Hierher hatte sie wiederum der zehnjährige ORF-Friedenslicht-Bote Jürgen Lengauer gebracht, der ausgewählt wurde die Flamme in Bethlehems Geburtsgrotte zu übernehmen und mit Hilfe einer Spezial-Sauerstoff-Einrichtung im Flugzeug nach Österreich zu bringen, weil er seinen Bruder vor dem Ertrinken gerettet hatte.
In der Nordhäuser Aussendefeier traf der Pfadfinder Sebastian Neitzel aber nicht nur auf Sophia, die versuchte ihre Aufregung zu unterdrücken, als sie die heilige Flamme an die Thüringer weitergeben durfte. Gekommen waren auch die Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, der Bürgermeister und zahlreiche Stadträte Nordhausens und die Thüringer Landtagspräsidenten Prof. Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski. Viel spannender war für Sebastian wohl aber das Zusammentreffen mit den ganzen anderen Pfadfinderschwestern und Brüdern aus den verschiedensten Bünden und Gruppen aus ganz Thüringen, ohne deren Hilfe die in diesem Jahr fast flächendeckende Verteilung des Friedenslichtes mit Unterstützung der Thüringer Bahnen nicht möglich gewesen wäre.
So halfen von der Pfadfinderschaft Phoenix der Stamm Aqulaaus Arnstadt und der Stamm Königstieger aus Ichtershausen, vom Pfadfinderbund Weltenbummler der Stamm Igel aus Friedrichroda, von der Deutschen Freischar die Gruppe aus Eisenach, von den Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Adventjugend die Gruppe Grashüpfer aus Nordhausen, vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Stamm Hainleite aus Sollstedt und der Stamm Maria Gloriosa aus Erfurt und vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Stamm Falken vom Greifenstein aus Bad Blankenburg, die Aufbaugruppe Pantha Rhei aus Gera, die Aufbaugruppe Societas Mercatorum aus Erfurt und der Stamm Drei Gleichen aus Neudietendorf und Umgebung. Zusätzlich waren noch die Evangelische Jugend aus Altenburg sowie die Kirchenjugend Neustadt/Triptis/Schleiz im Einsatz. Wurde zu Beginn der Aktion in Thüringen nur die Strecke Eisenach - Gera befahren, gelang es in diesem Jahr 224 Bahnhöfe zu erreichen.
Unterwegs waren die Pfadfinder in Zügen der Deutschen Bahn, der Erfurter Bahn, der Süd-Thüringen-Bahn, der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn sowie die Harzer Schmalspurbahnen.
Aber nicht die Anzahl der Helfer oder die Größe der Verbreitung machen den Reiz des Friedenslichtes aus, sondern die kleinen Geschichten und Begegnungen um die eine Flamme herum, die sich auf ihrem Weg tausendfach teilt. So war es in Mechterstädt ein Kinderchor, der das Licht singend entgegen nahm, in Suhl war es der Bürgermeister oder in Eisfeld nur eine kleine Familie die sich über das Symbol freuten, was Ihnen Sebastian in Form einer Flamme zusammen mit seiner Neudietendorfer Pfadfindergruppe überreichte. Strahlende Gesichter und Funkelnde Augen - auf beiden Seiten - sind es, die die Idee der österreichischen Ursprungsaktion "Licht ins Dunkel" ausmachen und dafür sorgen, daß sich trotz Krieg und Ungerechtigkeiten Menschen auf der ganzen Welt, ob in New York, im Vatikan, in Moskau oder in Ingersleben, sinnbildlich an einer Flamme, die von Hand zu Hand weitergegeben wurde, erfreuen können.
Stefan Winzer (BdP) und Peter Schulz (VCP) gaben das Friedenslicht in Neudietendorf am 24.12.2004 weiter
Die persönliche Freude, welche jedem einzelnen widerfährt, wenn er ein Licht, das Licht aus Bethlehem überreicht bekommt, kann man maximal erahnen, vielleicht an den Augen ablesen oder versuchen in Worte zu fassen. Aber doch ist es gerade diese Erfahrung welche dazu Jahr für Jahr tausende von Menschen kurz vor Weihnachten miteinander verbindet. Ein Licht geht um die Welt und verbindet die Herzen.
Dies ist sicherlich auch der Antrieb, die Motivation für den Initiativkreis ORF Friedenslicht für Thüringen, der die verbindende Flamme nunmehr zum 15. Mal flächendeckend im Freistaat Thüringen verteilt hat. Auf Einladung des Österreichischen Rundfunks mit einer kleinen Gruppe in Gera begonnen, waren am 23. Dezember 2004 hunderte von Personen in Bewegung um den neuen Weihnachtsbrauch zu pflegen. Da waren zum einen die „Urinitiatoren “ Thomas Triemner & Uwe-Sören Engel , die trotz der nun langjährigen Erfahrung mindestens genauso aufgeregt waren, wie am ersten Tag, dann natürlich das diesjährige Friedenslichtkind Stephanie Heß aus Gotha, welches genau aufpasste, dass das Licht, welches sie in Linz vom ORF-Friedenslichtkind, die die Flamme in Bethlehem geholt hat, übernommen hatte, auf dem Weg nicht ausgeht. Als nächstes war die Gothaer Feuerwehr im Einsatz. Diesesmal nicht um Feuer zu löschen, sondern ein kleines Flämmchen zu erhalten. Für rundum gelungene Festveranstaltung im Gothaer Rathaus zeigen sich gleich mehrere Personen verantwortlich. Hier waren der Gothaer Bürgermeister Klaus Exner oder Stadtrat John genauso am Werk, wie die vielen Helfer, die Kaffee kochten oder Brote für die Friedenslichtträger zubereiteten. Gewürdigt wurde die Aussendefeier, welche in jedem Jahr von einer anderen Stadt durchgeführt wird durch die Ehrengäste Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski, Alt-Bischof Roland Hofmann und Weihbischof Hans-Reinhard Koch. Für den musikalischen Rahmen sorgten gleichermaßen die Musikschule „Louis Spohr“ und die Chorkinder vom Fröbelkindergarten. Auch der heilige St. Gothardus mit seiner Ehrenwache blickte auf das Geschehen. Im Mittelpunkt des Geschehens standen allerdings die vielen Thüringer Pfadfinder, ohne deren Hilfe die Verteilung des Lichtes nicht mehr vorzustellen ist. Vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren der Stamm Stamm Falken vom Greifenstein aus Bad Blankenburg, der Stamm Columbus aus Jena, die Aufbaugruppe Pantha Rhei aus Gera und die Aufbaugruppe Drei Gleichen aus Neudietendorf, Apfelstädt, Ingersleben, Wandersleben & Umgebung mit zusammen 7 Zugrouten im Einsatz. Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder übernahm mit dem Stamm Hainleite aus Sollstedt, Stamm Maria Gloriosa aus Erfurt und Stamm Graue Adler vom Inselsberg 2 Strecken. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg war mit einer Route dabei, genauso wie die Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend mit ihrer Gruppe Grashüpfer aus Nordhausen. In den Zügen der Deutschen Bahn, der Erfurter Industriebahn, der Südthüringenbahn, der Oberweißbacher Bergbahn und der Harzer Schmalspurbahn erreichten die Scouts mit dem Friedenslicht um die 170 Orte vom Thüringer Wald über Altenburg bis zum Brocken, welcher erstmals in eisiger Kälte bestiegen wurde. Auch wenn in Südthüringen in diesem Jahr durch den Schienenersatzverkehr nicht alle Orte, wie gewollt erreicht werden konnten, eine Leistung für die Friedenslichtträger, welche so in Deutschland einmalig ist.
Last but not Least sind es aber die Menschen, welche in den Städten und Gemeinden Thüringens das Friedenslicht empfangen und weiter tragen. Weitertragen in ihre Kirchen, in Heime, zu Behinderten oder einfach nur zu freunden. Jeder hat hier im Laufe der Zeit hiefür seine eigene Tradition entwickelt. Und davon, dass dieses Licht, was nach so vielen Mühen und unter Einsatz aller Beteiligten die Menschen erreicht etwas bewirkt, eventuell auch etwas verändert ist nicht nur Alt-Bischof Roland Hofmann überzeugt.
Eine Flamme von der Geburtsstätte des Abendlandes, dem Ursprung des heutigen Europas, welche um die ganze Welt geht und auch die Thüringer erreicht. Kein Märchen, sondern Realität – und das lässt hoffen!
Die diesjährige Verteilung des in Bethlehem entzündenden Friedenslichtes im Freistaat Thüringen am 22. Dezember 2002 verlief bis auf wenige Ausnahmen erfolgreich. Drei Bahnstrecken mehr bedienten die Helfer des Initiativkreises Friedenslicht für Mitteldeutschland, nachdem sie das Licht in Weimar, als diesjährige Patenstadt, von Melchor überreicht bekamen, welches er zuvor auf der Aussendefeier in Linz (Österreich) abgeholt hatte.
Zu einem Symbol für Frieden, Liebe und Hoffnung ist das Friedenslicht aus Bethlehem geworden, was zum 17. mal auf Initiative von Österreich von einem Kind in Bethlehem entzündet wurde, um es in die Welt zu tragen. Im Rahmen der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ gelangte es in diesem Jahr so beispielsweise bis nach New York auf den Ground Zero, und das obwohl die Umstände in Israel selbst eher schwierig sind.
Dank dem Gerarer Uwe Engel und dem durch ihn entstandenen Initiativkreis Friedenslicht für Mitteldeutschland konnte das Licht auch in diesem Jahr wieder in Thüringen verteilt werden. Über 120 Haltepunkte wurden mit Hilfe der Pfadfinder des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sowie weiteren Helfern auf den Strecken der Bahnen erreicht um von hier weitergegeben zu werden. Erfurt, Gera, Mühlhausen, Eisenach, Hildburghausen, Suhl oder Arnstadt seien nur Beispielhaft genannt.
Erstmals beteiligten sich neben der Deutschen Bahn auch die Südthüringen Bahn, die Erfurter Industriebahn sowie die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatal-Bahn als Partner an der Aktion. Schwarzatal und Sonneberg konnten so durch die erst wiedereröffneten Strecken erreicht werden. Die zwei Pfadfinder vom VCP - Stamm Drei Gleichen Christoph Schneider und Martin Wittchow ließen es sich nicht nehmen, einen Teil der Strecke mit dem Fahrrad zu meistern, um die Südthüringer Strecken zu verbinden.
Hinderlich erwies sich allerdings das Zugpersonal der Deutschen Bahn und der Erfurter Industriebahn, welches trotz vorheriger Absprachen die Flamme zum einen auf der Strecke kurz vor Leinefelde und zum anderen in auf der Strecke in Richtung Saalfeld löschen ließen. Fast wäre dadurch ganz Südthüringen vom Friedenslicht abgeschnitten worden. Durch Uwe Engel, welcher mit seinem PKW und einer Friedenslicht-Laterne schnellstens nach Neuhaus am Rennsteig düste, konnte die Flamme jedoch wieder entzündet werden, wodurch bis auf wenige Ausnahmen alle Orte erreicht werden konnten.
Hendrik Knop
Das Friedenslicht kommt von Weimar mit der Eisenbahn
Mehrere Züge nehmen das Licht aus Bethlehem auf Immer im ersten Wagen
Von Weimar aus geht das "Friedenslicht" aus Bethlehem am Sonntag auf die Reise durch Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Klassikerstadt ist in diesem Jahr Patenstadt für die Friedenslicht-Aktion, an der sich Thüringen zum dreizehnten Mal beteiligt. Sie wurde vor 17 Jahren von österreichischen Journalisten begründet. Seither entzünden alljährlich in der Vorweihnachtszeit Kinder aus Linz an der Ewigen Flamme in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem ein Licht, das als Symbol des Weihnachtsfriedens mit Kerzen und Laternen an Menschen in vielen Städten und Ländern weiter gegeben wird, sagte Thomas Triemner vom Thüringer Organisationskreis. Das Friedenslicht, das bereits im Dienstzimmer des Ministerpräsidenten steht, habe den direkten Weg von Wien nach Erfurt genommen, sagte Triemner der TLZ. Der zwölfjährige Melchior Klassen aus Weimar wird bei der offiziellen Friedenslicht-Feier im ORF-Regionalstudio heute in Linz eine Laterne an dem Licht entzünden und nach Hause bringen. Bis es am Sonntag, ab 10 Uhr, im Weimarer Rathaussaal von Melchior und Oberbürgermeister Volkhardt Germer (parteilos) an die Menschen verteilt wird, bewachten es die Weimarer Feuerwehrleute, sagte
Triemner. Eine Laterne mit dem Friedenslicht sein in diesem Jahr erstmals zu den Feuerwehrleuten nach New York gebracht worden. Von Weimar aus bringen Pfadfinder das Licht mit der Bahn in alle Regionen Thüringens, nach Sachsen und Sachsen-Anhalt. "In etwa 100 Orten an den Bahnstrecken geben sie das Licht an Helfer aus, die es in den Regionen verteilen", sagte Triemner. Das "Friedenslicht" werde stets im ersten Wagen nach der Lok transportiert und könne an den Bahnhöfen von jedermann in Empfang genommen werden. Von Linz aus gelange es in 25 Länder der Welt.
Das ORF-Friedenslicht wird am Sonntag in zwei Zügen von Weimar aus nach Thüringen starten. Im RE 3659 (Abfahrt 12.30 Uhr) schlägt es die "Ostroute" ein. Es verzweigt sich u.a. nach Gera (13.29 Uhr), Pößneck (14.35 Uhr) und Saalfeld (13.36 Uhr). Mit dem Startzug RE 16316 (12.39 Uhr ab Weimar) gelangt es u.a. nach Erfurt (12.55 Uhr), Eisenach (13.48 Uhr), Meiningen (15.09 Uhr), Bad Kösen (12.46 Uhr), Ellrich 15.55 Uhr) und Eisfeld (16.18 Uhr).
Thüringische Landeszeitung - Ausgabe Weimar, 20.12.2002
Flamme mit symbolischer Bedeutung - Friedenslicht wurde in Thüringer Städte gebracht
Das Friedenslicht aus Bethlehem brennt nun auch in Erfurter Kirchen, um von dort aus in Haushalte, Altenheime und Krankenhäuser zu gelangen.
Gestern Mittag brachten es Pfadfinder aus Weimar dort war in diesem Jahr der zentrale Ankunftspunkt für das aus Bethlehem via Linz kommende Licht per Regionalexpress auch in die Landeshauptstadt und in viele andere Thüringer Städte. Auf dem Bahnhof wurden sie von einer Menschentraube empfangen. Christen aus verschiedenen Erfurter Gemeinden, darunter mehrere Familien mit Kindern warteten hier, um ihre Kerzen an der Flamme zu entzünden. Pfarrer Gert Schellhorn aus Hochheim z.B. sagte: "Bei uns brennt das Licht Heiligabend in der Kirche während des Krippenspiels, anschließend bringen es Kinder zu Familien im Ort, zu Kranken." Unter den Wartenden war auch Oberbürgermeister Manfred Ruge, er trug das Licht direkt in den Kaisersaal, wo gestern Nachmittag ganz ohne Öffentlichkeit ein nicht genannt sein wollender Bauunternehmer gemeinsam mit dem Kaisersaal eine Weihnachtsfeier für 400 bedürftige Erfurter ausgerichtet hatte.
Thüringer Allgemeine - Ausgabe Erfurt, 23.12.2002
Pfadfinder tragen Geist von Bethlehem weiter / Licht von Bethlehem: Jakob Koncir zündet eine Kerze am Friedenslicht an. Marcel Hoyer bringt es mit der Bahn.
Rechtzeitig vor Weihnachten ist das Friedenslicht aus Bethlehem eingetroffen. Es wurde in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet. Christliche Pfadfinder brachten es am vierten Advent mit der Bahn nach Gotha. Beim kurzen Halt zündeten junge Leute wie Stefan Hoja oder Jakob Koncir daran Kerzen an. Mit Laternen trugen sie das Friedenslicht in Umlandgemeinden. So brannte das Friedenslicht bereits gestern Abend beim Konzert des Vocalkreises in der Bonifatiuskirche.
Thüringische Landeszeitung - Ausgabe Gotha, 23.12.2002
Die christlichen Pfadfinder Benjamin Schneider, Marcel Hoyer und Hendrik Knop (links) brachten das Friedenslicht mit der Regionalbahn von Weimar in die Wartburgstadt.
Oberbürgermeister Gerhard Schneider entzündete als Erster, der etwa 40 gekommenen Eisenacher, seine Laterne. Er trug das Licht weiter zur Polizei und zur Rettungsleitstelle. Im Mutterhaus kann das Friedenslicht, welches vor etwa einer Woche in Betlehem entzündet wurde, ebenfalls abgeholt werden.
Thüringische Landeszeitung - Ausgabe Eisenach, 23.12.2002
Das Licht von Bethlehem
Das Licht von Bethlehem leuchtet in vielen Thüringer Kirchen, aber auch in vielen Familien am heutigen Heiligen Abend. Pfadfinder tragen es traditionell aus Bethlehem, dem Geburtsort Christi, in die Länder der Welt hinein Symbol für den Frieden, den sich die Menschen wünschen. Frieden? Hören wir nicht das Gerassel der aufmarschierenden Truppen rund um den Irak? Hallen nicht die Schüsse nach, mit denen Tag für Tag im Nahen Osten Junge und Alte getötet werden? War nicht erst in diesem Jahr die Geburtskirche in Bethlehem selbst Ort der erbitterten Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern? Haben wir nicht alle noch die schrecklichen Bilder aus Bali und Djerba in Erinnerung, wo Hunderte Unschuldiger bei Terrorangriffen starben? Vom Frieden noch weit entfernt Wir sind vom Frieden in der Welt noch weit entfernt. Wir müssen sogar akut wieder um ihn zittern, seit die USA sich zum Krieg gegen den Irak entschlossen zeigen. Wir machen uns alle Sorgen, ob nicht nach einem Militärschlag der Nahe Osten wieder einmal in Flammen steht, ob der Waffengang nicht zu einer weiteren Radikalisierung führt, neue terroristische Anschläge provoziert. Aber deshalb verzweifeln? Die Hände resignierend in den Schoß legen? Die weihnachtliche Botschaft ist eine andere: Die Welt ist veränderbar, wenn es genug Menschen guten Willens gibt. Die Menschen müssen sich verändern, müssen mit sich und ihrer Umgebung in Frieden leben, müssen auf die Kraft der friedlichen Veränderung vertrauen. Auch die jüngste Geschichte hat dafür gerade in Deutschland Beispiele parat. In Frieden mit sich selbst leben heißt aber aber nicht selbstzufrieden sein, sondern sich kümmern, sich engagieren, anderen Mut machen, sich um die Schwachen der Gesellschaft sorgen. Auch dieser soziale Friede im Land steht auf wackligen Beinen. Umdenken fällt schwer Dem Staat fehlt Geld, die Kürzungen treffen vor allem diejenigen, die keine große Lobby haben. Soziale Strukturen brechen weg, das Sozialsystem wird auf reine Grundversorgung reduziert. Politiker werden auch am Heiligen Abend wieder soziale Einrichtungen besuchen das macht sich immer ganz gut. Sie sind ehrlich gerüht doch wie lange hält das an? Die segensvolle Arbeit von Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt oder Heilsarmee wird gewürdigt das gehört dazu. Aber genau so schnell werden die Verbände danach mit ihren Sorgen wieder allein gelassen. Wer denkt denn wirklich um? Wer fragt nach dem, was wir uns noch leisten können und was wir uns leisten müssen? Wer hat den Mut, das egoistische Denken zu beenden, das kaum über den eigenen Gartenzaun hinausreicht? Das gilt im Kleinen, das gilt aber auch im Großen. Wer stellt Großprojekte auf den Prüfstand, um das Geld in die Sozialarbeit zu stecken? Wollen wir das wirklich auch wenn es eigene Annehmlichkeiten kostet? Seien wir heute ehrlich zueinander: Das Umdenken fällt schwer, im Innern und nach außen. Öffnet Eure Herzen, heißt es in einem Weihnachtslied. Die Hoffnung auf Veränderung dürfen wir nicht aufgeben. Das Licht von Bethlehem soll nicht nur heute leuchten.
Thüringische Landeszeitung - Ressort: Politik / Leitartikel, 24.12.2002
Friedenslicht ist ausgegangen
Das Friedenslicht aus Linz, das von Weimar aus nach ganz Thüringen verteilt wurde, ist beim Transport teils gelöscht worden. Zugbegleiter der Bahn und der Erfurter Industriebahn hätten entgegen vorheriger Absprachen auf das Löschen der Laternenflamme bestanden. Dies teilte Hendrik Knop vom Verband Christlicher Pfadfinder in Neudietendorf mit. Das Licht war am 22. Dezember unter anderem per Bahn an Gemeinden, Vereine, Kommunen und Privathaushalte verteilt worden.
Thüringische Landeszeitung - Ausgabe Weimar, 31.12.2002
Hindernisse für das Friedenslicht Bahn störte das Feuer und ließ es löschen
Das Friedenslicht von Bethlehem stieß in diesem Jahr in Thüringen auf
einige Hindernisse. In Bethlehem unter sehr schwierigen Bedingungen von einem Kind entzündet und über Österreich brennend nach Deutschland gekommen, musste die Flamme in Thüringen zweimal gelöscht werden. Das bestätigte der Verband Christlicher Pfadfinder in Neudietendorf gestern.
Auf der Strecke der Erfurter Industriebahn nach Leinefelde habe das Zugpersonal trotz anderslautender Absprachen verlangt, das Licht zu löschen, sagte Pfadfinder- Sprecher Hendrik Knop. Auf der Strecke Erfurt Saalfeld, für die die Deutsche Bahn verantwortlich ist, sei sogar der Bundesgrenzschutz geholt worden, um das Verbot durchzusetzen. Beide Bahn-Betreiber hatten die Aktion offiziell unterstützt und sogar die Fahrkarten für die Lichtträger zur Verfügung gestellt. Von der Deutschen Bahn hieß es gestern, die Sache sei "unerklärlich", eigentlich hätten alle Beteiligten Bescheid gewusst. Die Erfurter Industriebahn erklärte indes, das Personal habe völlig korrekt entschieden, weil es sich um eine offene Flamme in einer Petroleumlampe handelte. Dies habe nicht den Vorschriften entsprochen. Bei einer Kerze wäre es anders gewesen. Immerhin, sicher angekommen ist die Flamme dagegen in New York auf dem Ground Zero, per Flugzeug, ohne Probleme.
Thüringer Allgemeine, 31.12.2002
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des VCP's und des BdP's Thüringen halfen in diesem Jahr zum fünften mal dem Initiativkreis Friedenslicht für Mitteldeutschland bei der Verteilung der friedlichen Flamme im Freistaat. Ausgangspunkt war in diesem Jahr Eisenach.
Dorthin hatte Swenja Gerlach von der Jugendfeuerwehr Untersuhl das Friedenslicht aus Wien gebracht, von wo aus der ORF zusammen mit den Österreichischen Pfadfindern, der Österreichischen Jugendfeuerwehr und weiteren Helfern zum 15. Mal das Licht verteilten, welches sie zuvor in Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesu Christi entzündet und per Flugzeug nach Linz transportiert hatten.
Seit dem Beginn dieser Aktion erinnert dieses Licht daran, dass bei der Geburt Jesu die Engel in Bethlehem vom Frieden für die Menschen auf Erden gesungen haben.
Zum Aussendegottesdienst in der Kapelle der Diakonissenhaus-Stiftung in Eisenach hatten sich gegen Mittag des 23. Dezembers viele Menschen eingefunden, welche das Licht weitertragen wollten.
Unter ihnen waren auch der evangelische Landesbischof Roland Hoffmann und der Oberbürgermeister der Stadt Eisenach Schneider.
Roland Hoffmann eröffnete den Gottesdienst mit den Worten, daß das Licht nicht nur Helligkeit sondern auch Wärme spendet und Uwe-Sören Engel, der Leiter des Initiativkreises erklärte noch einmal die Bedeutung des Lichtes.
Swenja zündete sodann als Überbringerin der Friedensbotschaft die Altarkerzen an und übergab dann die Flamme an Benjamin Pfützenreuter vom Stamm Hainleite aus Sollstedt, welcher das Licht für die Pfadfinder übernahm.
Gegen 13.00 Uhr starteten dann die von der DB Regio Thüringen kostenfrei zur Verfügung gestellten Züge in Richtung Meiningen mit dem Stamm Landsberg aus Meiningen und in Richtung Erfurt mit dem Stamm Drei Gleichen aus Neudietendorf. Von Erfurt aus ging dann das Licht mit dem BdP in Richtung Gera, und mit dem Stamm Hainleite in Richtung Nordhausen. Der Stamm Straufhain holte das Licht von Mühlhausen nach Großtöpfer und der Stamm Sankt Georg von Weimar nach Mannstedt. Von Gera aus verteilten Uwe-Sören Engel sowie eine weitere Gruppe das Licht zusammen mit der Johanniterjugend in weiten Teilen von Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Das Besondere in diesem Jahr war, daß das Licht von Eisenach nach Erfurt in der Lok der Regionalbahn und von Erfurt nach Gera in der Kabine des "Neitech"-Triebwagen mitfahren durfte
Am 24. Dezember konnte das Licht somit in vielen Kirchen, Krankenhäusern, Strafanstalten, etc brennen, um den Frieden und die Wärme des Lichtes von Hand zu Hand in die Herzen bringen.
Hendrik Knop
Eine Botschaft des Friedens - In Kirchen brennt das Heilige Licht Gotha.
Mit einem normalen Reisezug gelangte das Friedenslicht aus Bethlehem, einen Tag vor dem Heiligen Abend, in sechs Gemeinden und Städte des Landkreises. Auch in Gotha machte der Zug halt.
Fünf christliche Pfadfinder aus Neudietendorf hatten das Friedenslicht in Eisenach von der elfjährigen Swenja Gerlach aus Untersuhl in Empfang genommen, die das Licht aus Linz nach Thüringen brachte. Auf dem Gothaer Bahnhof überreichte Hendrik Knop das Licht an die Geschwister Anita und Andreas Meder weiter, die die Flamme in die Emleber Kirche schafften. Das Geschwisterpaar waren die Einzigen, die am Bahnsteig auf die Ankunft der Pfadfinder warteten. Wir sind enttäuscht, dass nicht mehr Jugendliche gekommen sind, sagt Andreas Meder.
In mehr als 30 Ländern wird jedes Jahr zu Weihnachten die Botschaft des Friedens weitergereicht. Erstmals gelangt das Friedenslicht auch in die USA. Unterstützt wurde die Aktion in Thüringen vom Initiativkreis Friedenslicht aus Bethlehem . Jugendliche bringen die Heilige Flamme in die Kirchen, von dort können die Christen das Licht in ihre eigenen Stuben holen.
Thüringische Landeszeitung - Ausgabe Gotha, 27.12.2000
Friedenslicht nahm den Weg von der Wartburgstadt aus Gottesdienst in der Kapelle des Diakonissenmutterhauses
Die Kapelle der Diakonissenhaus-Stiftung war gut besucht am Sonnabend. Dort wurde das Friedenslicht aus Bethlehem an Jugendliche des Verbandes Christlicher Pfadfinder des Landes Thüringen übergeben, die es dann im Freistaat und darüber hinaus verteilten. Landesbischof Roland Hoffmann allerdings musste mit einer kleinen technischen Panne kämpfen: Seine Petroleumlaterne ließ sich anfangs nicht entzünden. Doch mit Hilfe der Pfadfinder gelang auch dies.
Swenja Gerlach von der Jugendfeuerwehr Untersuhl hatte das Friedenslicht; das in der Geburtsgrotte von Jesu Christi entzündet wurde, nach Eisenach gebracht (TA berichtete). Swenja schilderte kurz den Weg des Lichtes. Ein palästinensischer Junge hatte das Licht in der Grotte entzündet, da aufgrund des kriegerischen Konfliktes im Land dort keine andere Möglichkeit bestand. Per Flugzeug wurde das Licht dann nach Wien gebracht, wo es auch Swenja in Empfang nehmen konnte. Eisenach war in diesem Jahr Thüringer Patenstadt für das Friedenslicht. Den Aussendegottesdienst ins Diakonissenmutterhaus eröffnete Landesbischof Roland Hoffmann mit den Worten, dass das Licht nicht nur Helligkeit, sondern auch Wärme spendet.
;,Die schützende Handhaltung für das Kerzenlicht sei auch die Segenshaltung", so der Landesbischof. Swenja zündete dann die Altarkerzen an und übergab die Pflamme an Benjamin Pfützenreuter vom Stamm Hainleite aus Sollstedt, welcher das Licht für die Pfadfinder übernahm. Oberbürgermeister Gerhard Schneider hatte eine große, schwarze Laterne mitgebracht, die das Licht vor den Wetterunbilden schützte. Gegen 13.00 Uhr starteten die Pfadfinder vom Eisenacher Bahnhof aus. Die Deutsche Bundesbahn stellte die Mitfahrt in ihren Zügen kostenfrei zur Verfügung. Ulla Fischer von der Paul-GerhardKantorei entzündete eine Kerze und erzählte, dass das Licht in die Strafvollzugsanstalt nach Ichtershausen gebracht wird, wo der Chor ein Weihnachtskonzert gibt.
Thüringer Allgemeine - Ausgabe Eisenach, 27.12.2000
Träger schwärmen aus - Friedenslicht nahm seinen Weg von Eisenach aus
So viele waren es noch nie, freute sich Eisenachs Oberbürgermeister Gerhard Schneider über die Gäste der Feier anlässlich der Aussendung des Friedenslichtes . In die Kapelle der Diakonissenhaus-Stiftung waren viele gekommen, um eine Kerze an dem Licht zu entünden, dass Swenja Gerlach aus Untersuhl eigens aus Österreich geholt hatte. Das Licht war zuvor in Bethlehem entzündet worden. Mache dich auf und werde Licht , die Worte aus dem Lied gab Landesbischof Roland Hofmann all jenen mit auf den Weg, die das Licht zu den Menschen in ganz Thüringen brachten. Pfadfinder aus Neudietendorf, Nordhausen und Meiningen brachten es auf dem Bahnweg in alle Himmelsrichtungen. Gekommen waren auch Lichträger des Herrn aus Eisenach, etwa der Bürgerbeauftragte aus Eisenach-Nord. Alle wüssten, welch' schlimmen Ereignisse es in diesem Jahr in diesem Stadtteil gegeben habe. Er hole das Licht, dass in Nord endlich wieder Frieden einkehre. Die Leiterin des Musiktherapheutischen Zentrums, Ursula Fischer, brachte das Licht in die Jugendstrafanstalt nach Ichtershausen. Beamte der Polizei-Inspektion Eisenach holten das Licht ebenso wie viele Privatleute. Die Jugendfeuerwehr von Untersuhl brachte das Friedenslicht in diesem Jahr erstmals über die Landesgrenze nach Hessen. Lasst es nur nicht ausgehen, mahnte der Landesbischof und wenn es doch passiere, dann gäbe es im nächsten Jahr eine neue Chance, das Licht zu holen.
Thüringische Landeszeitung - Ausgabe Eisenach, 27.12.2000
Gestern abend kam es pünktlich um 17.08 Uhr auf dem Erfurter Hauptbahnhof an - das Friedenslicht aus Bethlehem.
Es wird seit dem Jahr 1986 in den Wochen vor Weihnachten von einem österreichischen Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und mit dem Flugzeug nach Österreich gebracht. Von dort wird es auch nach Thüringen geschickt. Entlang der Bahnstrecke Gera-Jena-Erfurt-Eisenach finden sich zahlreiche Menschen ein, das Licht in Empfang zu nehmen. Heute von 10 bis 13 Uhr kann man im Kirchenladen „Lydia" in der Pergamentergasse das Friedenslicht entgegennehmen.
Die beim ORF-Landesstudio geborene Aktion ist überkonfessionell und soll an die weihnachtliche Botschaft vom Frieden und an den Auftrag, den Frieden unter den Menschen zu verwirklichen, erinnern.
Thüringer Allgemeine - Ausgabe Erfurt, 24.12.1997
Rarität aus Bethlehem: Friedenslicht: Planmäßige Ankunft 17 Uhr auf Bahnsteig 1
Das Licht als Symbol des Friedens. Gestern kam es auch in die Landeshauptstadt. Mit der Bahn per Freifahrkarte über Umwegen direkt aus Bethlehem. Zum zweiten Mal wird das Licht in diesem Jahr thüringenweit verteilt. Ausgangspunkt war Altenburg. Zuvor stand es im österreichischen Linz, wurde traditionsgemäß von einem Altenburger Kind dort abgeholt. In Erfurt leuchtet es heute in vielen Fenstern, denn seit seiner Ankunft fand es zahlreiche Abnehmer, die sich schon auf das symbolische Zeichen freuten. Der Jenaer Pfadfinder Christian Leutert brachte den Erfurtern das Friedenslicht. Und nicht wenige Erfurter versuchten im Anschluß, sich eine leuchtende Erinnerung an den Friedensboten mit nach Hause zu nehmen. Und wer gestern nicht am Bahnhof war, hat heute noch Gelegenheit im Kirchenladen „Lydia" in der Pergamentergasse. Von 10 bis 13 Uhr brennt dort die Flamme. Transportlaternen sind mitzubringen, nur für den „Notfall" gibt es Windschutzhüllen.
Thüringer Landeszeitung - Ausgabe Erfurt, 24.12.1997